Der Ringköbing FjordDer Ringköbing Fjord ist mit einem Oberflächenareal von ca. 300 km² Dänemarks grösstes geschlossenes Wassergebiet, dem unter anderem Wassermassen aus dem wasserreichsten Fluss des Landes, der Skjern zugeführt wird. Jahrhunderte zuvor gab es eine grosse Austernfischerei im Fjord, die dem König des Landes gehörte. Später wurde es den Bauern gestattet im Fjord Austern zu fischen. Verschiedene Fische, wie Heringe, Schollen, Aale, Blaufellchen und Lachse bedeuteten für viele einheimische Fischer den Lebensunterhalt, die erst Bauern waren und die ihre Landwirtschaft mit Fischfang aus dem Fjord aufbesserten. Grosse Überschwemmungen machten den Ansässigen viele Probleme. Deshalb trug man sich mit der Idee, eine Entwässerung anzulegen. 1934 wurde in Hvide Sande eine Schleuse in Betrieb genommen, mit der man den Fjord unter Kontrolle hatte. Eine Entwässerung der Skjernuferwiesen in den sechziger Jahren führte eine weitere Regulierung der Wassermassen mit sich. Die Ausrichtung des Flusses ist im Zuge des grössten Naturschutzprojektes in Nord Europa in die natürlichen Flussläufe zurück geführt worden. Die angrenzenden Areale gaben den Bauern neben der Möglichkeit Rinder auf den Deichwiesen grasen zu lassen auch eine grosse Ernte. Sehr viel Geflügelwild 'besonders Enten' brachten einen Zulauf von Jägern mit sich. Diese hatten ihre Jagdhütten auf dem Schutzdamm, an dem man auf dem Weg zum Vogelreservat Tipperne vorbei kommt. Rund um den Fjord schossen kleine Fischerlager mit Boot und Gerätehaus aus der Erde. Besuchen sie diese doch mal und kommen mit den Einheimischen ins Gespräch, die gerne von den guten alten Zeiten berichten. Wasser hat die Menschen von jeher angezogen, was grosse Sommerhaussiedlungen auf Holmsland Klit zur Folge hatte. Unternehmen sie eine Morgentour an der Westseite des Fjords und geniesen sie den schönen Sonnenaufgang. Oder eine Tour an der Ostseite, um den Sonnenuntergang über Holmsland Klit zu sehen. Das sind Erlebnisse, die sich für immer einprägen werden. Der Fjord wird gerne als gutes Surfgebiet genutzt, da dieser sehr flach ist, was auch dazu beigetragen hat, Badestrände einzurichten, die speziell für Kinder geeignet sind. Das Fischen mit Angeln und Schnüren geschieht überwiegend im Gebiet des Hafens von Hvide Sande und den Flüssen in der Umgebung. Um den Fjord herum befinden sich noch immer viele mit Stroh gedeckte Höfe. In Hauvrig ist ein solcher als Museum eingerichtet. |



