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    Lebe wohl

    In einem der vielen grossen Wohnblöcken einer Grosstadt lebte ein älter,alleinstehender Mann,den man immer in Begleitung seines Hundes,keinen Rassehund,sondern eben einen lieben Freund,wie man aus dem Zusammenleben der beiden erkennen konnte. Seine Umgebung grüsste den Mann,streichelten den Hund,manche gaben ihm einen Leckerbissen. Da eines Tages fiel einem Hausbewohner auf,dass Hund und Herr schon einige Zeit nicht mehr gesehen wurden.Der,darauf angesprochene Hauswart,ging zur Wohnungstür und läutete an.

    Einmal, zweimal, aber es öffnete niemand nur ein leises Winseln war zu hören. Nun rief man Polizei, Rettung, Feuerwehr, die Wohnung wurde aufge - brochen und man fand einen Toten und einen halb verhungerten Hund, der niemanden an seinen Herrn heranlassen wollte und immer nur sein Gesicht und die Hände ableckte. Endlich gelang es den Hund mit Futter einzufangen und seinenBesitzer zu untersuchen. Der Arzt stellte fest,dass der Mann schon längere Zeit tot war und da man keinen Angehörigen ausfindig machen konnte,wurde ein Armenbegräbnis angeordnet. Der Hund,der in der Zwischenzeit von den Nachbarn Futter und Wasser bekam,suchte seinen Herrn immer wieder. Der Tag der Beerdigung war gekommen und plötzlich tauchte der Hund auf dem Friedhof auf.Hunde haben laut Vorschrift auf einem Friedhof nichts verloren und so wurde er vertrieben. Doch er kam immer wieder zum Grab seines Herrn. Wurde vertrieben und kam wieder und legte sich zum Grab seines Herrn. Er wurde dünner und dünner, es wurde kalt, der Winter hielt seinen Einzug und eines Morgens fanden Friedhofsbesucher den Hund auf dem Grab seines Herrn tot liegen. Aber auch im Tod konnte er nicht bei seinem geliebten Herrn bleiben, denn der Friedhofsverwalter rief den Schinder an und aus einem treuen Freund wurde Abfall. Trotzdem war es Treue bis zum Tod.